Bratapfel-Flammkuchen [Türchen 19 im kulinarischen Adventskalender]

Einer der schönsten Tradtitionen in der Vorweihnachtszeit ist der Adventskalender, er bringt uns jeden Tag ein bißchen näher an Weihnachten. Advendskalender gibt es in unterschiedlichen Variationen, vom klassischen Schokoladen-Kalender  bis zum Schmuck-Parfum,-oder Bier Advendtskalender. Ein sehr inspirierender Adventskalender ist der von zorra’s Foodblog, dort gibt es 24 Türchen und damit  24 köstliche Rezepte von Bloggern. Heute öffne ich das 19.Türchen und es sind genau noch 5 Tage bis Heiligabend. Was wäre Weihnachten ohne Geschenke? Bei dem Kulinarische Adventskalender gibt es jede Menge tolle Preise zu gewinnen. Die finale Verlosung findet am 24.12.16 statt. Ich selbst habe vor 3 Jahren den Suppenkocher von Philips gewonnen.

Kulinarischer Adventskalender 2016 - Tuerchen 19

Der Heiligabend ist für uns ein ganz besonderer Tag, denn genau vor 24. Jahren wurde an diesem Tag um 15.00 Uhr mein erster Sohn geboren. Sicher könnt ihr euch vorstellen, wie aufregend das war. Gehen wir zurück ins Jahr 1992. Hochschwanger in der Vorweihnachtszeit traf ich meine gewöhnlichen Vorbereitungen, wie Plätzchen backen, Geschenke besorgen und das Heiligabend-Menü zu planen. Am 23.12.92 mit dicken Bauch (105 cm) kaufte ich die letzten Lebensmittel für unser Fleisch-Fondue ein und putzte das ganze Haus von oben bis unten.

Wie froh war ich damals, dass eine liebe alte Freundin aus Mittelbaden mich unterstützte. Zufällig traf ich sie einige Monate zuvor bei meinem Zahnarzt in Südhessen/Mühltal, sie arbeitete dort als Zahnarzthelferin. Ursula und ich waren ca. 11 Jahre alt, als wir auseinander gerissen wurden, sie zog  mit ihrer Familie in die Nähe nach Darmstadt. Dass ich mit 20 Jahren, genau in dieser Gegend meinen zukünftigen Mann kennen lernte, ahnte keiner von uns beiden. Genauso wenig, dass ich am 24.12.92 mit 23 Jahren um 5.00 Uhr die ersten Wehen bekam. Wie konnte dass denn sein, die Geburt war doch erst für den 05.01.1993 ausgerechnet.

Flammkuchenteig

Morgens um 8.00 Uhr ist dann die Fruchtblase geplatzt, damit war es klar ,heute gibt es ein Kind und kein Heiligabend mit Fondue und Gästen. Mein Sohn Hendrik war an diesem Tag mein allergrösstes Weihnachtsgeschenk.  Frisch entbunden schaute er mich gesund und putzmunter, mit seinen blauen Augen an, noch etwas müde von der Narkose, da er aus  anatomischen Gründen meinerseits als Kaiserschnitt auf die Welt kam. Nach der Geburt bekam ich sogar ein Einzelzimmer im Marienhospital in Darmstadt. Wie schön wir waren eine kleine Familie geworden. Was kann uns besseres passieren, dass Vater und Sohn im gleichen Geburtstskrankenhaus geboren wurden.

Von dem Tag an gibt es in unsere Familie am 24.12. immer zwei Feste. Morgens feiern wir mit einem ausgiebigen Frühstückbrunch und Gästen den Geburtstag von unserem Sohn. Am Spätnachmittag wird dann auf Heiligabend-Stimmung umgeschwankt, der Weihnachtsbaum wird  aufgebaut und geschmückt. Übrigens haben wir  im Februar 1993 den versäumten Heiligabend nachgefeiert mit Fondue, den damals geladenen Gästen und dem noch existierenden  Adventskranz mit den pinken Kerzen.

Bratapfel-Flammkuchen

Als Badnerin habe ich mir für den kulinarischen Adventskalender den weihnachtlichen Bratapfel-Flammkuchen ausgedacht, mittlerweile gibt es Flammkuchen in sämtlichen Variationen.  Seit ich einen Pizzastein von Vesuvo besitze, gelingt mir der Flammkuchen noch besser und knuspriger. Wobei der Badischer Flammkuchen auch im Backofen bei genügender Hitze gut gelingt. Der Bratapfel-Flammkuchen bietet sich als als Dessert für die Weihnachtstagen an oder einfach jetzt in der Vorweihnachtszeit abends ein Blech Bratapfel-Flammkuchen in den Backofen geschoben.

Rezept für 2 Personen

Boden:

150 g Pizza -und Flammkuchenmehl

1 EL Olivenöl, kaltgepresst

75 ml lauwarmes Wasser

1/4 TL Meersalz

1/2 TL Zimt

Belag:

1 Apfel

1 Zimtstange

1/2 Vanilleschote

100 mg Schmand

1,5 EL Rosinen

1,5 EL Mandeln

100 ml naturtrüber Apfelsaft

Zitronensaft

1 EL Vanillezucker

Flammkuchen vom Holzbrett

Zubereitung:

Alle Zutaten für den Flammkuchenboden zu einem glatten Teig verkneten. Das gelingt am besten in einer Küchenmaschine (ich: Kitchen aid) . Der Teig sollte sich vom Schüsselrand lösen. Den Teig aus der Schüssel nehmen und noch etwas mit der Hand kneten. Den Teig in Folie gewickelt im Kühlschrank ruhen lassen. Der Teig kann gut eingetuppert über Nacht im Kühlschrank verweilen.

Den Apfel gut waschen, entkernen und in ca. 0,5 cm große Würfel schneiden und mit dem Zitronensaft beträufeln. Den Vanillezucker in einer beschichteten Pfanne karamelisieren lassen und mit dem Apfelsaft ablöschen.

Die Vanilleschote längs aufritzen und das Mark herausschaben.

Die Apfelwürfel, Zimtstange, Rosinen und Vanilleschote samt Vanillemark dazugeben. Die Bratapfelmasse ca. 5 Minuten weich kochen und mit 1 gestrichenen TL Zimt abschmecken. Die Vanilleschotenschale und die Zimtstange entfernen und die Masse abkühlen lassen.Die Mandeln mit einem großen Messer hacken. Den Schmand in einer kleine Schüssel mit einem Schneebesen glatt rühren.

Backofen auf 240° Grad vorheizen.

Flammkuchen mit Bratapfel

Nun den Teig halbieren und auf leicht bemehlter Arbeitsfläche zu 2 länglich ovalen, 2-3 mm dünnen Fladen ausrollen. Der Teig kann von der Konsistenz her mit den Händen in die richtige Form gebracht werden.  Den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.

Beide Böden mit dem Schmand bestreichen und mit Zimt bestreuen. Die Bratapfelmasse auf beide Böden gleichmäßig streichen und mit den Mandeln bestreuen.

Im Backofen bei 240° Grad für ca. 8-10 Minuten backen.Heiß auf dem Backofen holen und nach Wunsch etwas mit Kirschwasser flambiert servieren.

flammkuchen-aus-der-hand

Ich wünsche Euch noch eine schöne Vorweihnachtszeit

 

Eure  Herzensköchin

 

*Das Rezept ist zuerst auf dem Foodblog Herzensköchin erschienen.

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8 Gedanken zu „Bratapfel-Flammkuchen [Türchen 19 im kulinarischen Adventskalender]

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