Schwarzwälder Kirsch-Tiramisu mit Kirschwasser

Badische Mission 16

Auf meinem Foodblog für alltagstaugliche Küche gibt es nicht soviele Dessert Rezepte. Das hängt ganz einfach damit zusammen, dass ich die herzhaften Rezepte bevorzuge. Ich habe als Kind schon lieber die Brezel gewählt, statt den Berliner. Doch bei der italienischen Dolci kann ich nicht widerstehen. Deswegen gibt es heute eine Tiramisu-Interpretation nach badischer Art. Das Schwarzwälder Kirsch-Tiramisu schmeckt schön saftig und ist am nächsten Tag noch besser. Wenn ihr das Schwarzwälder Kirschwasser weg lässt, ist es ein ideales Dessert für Kinder.

Kirsch-Tiramisu

Was braucht ihr dafür:

200-250 g Vollkornzwieback oder stattdessen Löffelbisquit

250 ml Kirschsaft

500 g Naturjoghurt

250 g Speisequark

1 Becher Mascarpone

4-5 EL Akazienhonig

4 TL Vanillezucker

Vanilleschote

1 Glas Schattenmorellen

Kakao zum Bestäuben

Schwarzwälder Kirsch-Tiramisu

Zubereitung:

Das Glas Schattenmorellen abgießen, den Saft aufbewahren für den Zwieback.

Die Hälfte des Zwiebacks kurz durch den Kirschsaft schwenken und den Boden einer flachen Auflaufform damit auslegen. Den Joghurt mit Quark und etwas Sprudelwasser cremig rühren. Mit Honig und Vanillezucker glatt rühren. Die Hälfte der Schattenmorellen auf dem Zwieback verteilen.

Mit einem Löffel die Hälfte der Joghurt-Quarkcreme auf den Kirschen verteilen. Den Rest vom Zwieback mit Kirschsaft tränken und auf dem Quark verteilen. Die restlichen Kirschen drauf und mit Quark abschließen. Dann ab in Kühlschrank. Kurz vor dem  Servieren mit Kakaopulver bestreuen.

Für Erwachsene:

Den Zwieback mit Kirschsaft, Kirschlikör oder Kirschwasser tränken – dann gibt es eine Schwarzwälder Tiramisu

Eure Herzensköchin

Elsässer Gugelhupf mit Rosinen

Badische Mission 13

Schon lange habe ich im Visier das Guglhupf-Rezept zu verbloggen. Tina von Lecker & Co ihrem Blogevent,  erinnerungswürdige Rezepte aus unserer Kindheit. Der Guglhupf ist ein solches Kindheitserinnerungs-Rezept. Da ich an der Deutsch/Elsässischen Grenze aufgewachsen bin, veranstalteten wir öfters einen Ausflug ins benachbarte Straßburg. Dort gibt es viele boulangerien, die solche Guglhupfs zum Verkauf anbieten. Meine Mutter hat zu bestimmten Anlässen den tradtionellen Elsässer Guglhupf gebacken. Frisch gebacken aus dem Backofen, etwas abgekühlt, ein Stück abgeschnitten und mit Butter bestrichen, schmeckt er herrlich.

Mein Rezept geht nach der Französin Christine Ferber , sie ist eine mehrfach ausgezeichnete Konditorin (Pâtissière), die zu den Weltbesten gehören.

Rezept nach Christine Ferber

elssaesser-guglhupf

 

Was braucht ihr dafür:
 100 g und 400 g Weizenmehl
60 g Puderzucker
200 ml zimmerwarme Milch
180 g zimmerwarme Butter
25 g frische Hefe
2 Eier
10 g Meersalz
100 g Rosinen
6-9 EL Kirschwasser
3 EL Wasser
ganze Mandeln
So geht`s

Die Rosinen werden am Vortag mit Kirschwasser in einer Schüssel eingeweichen. So werden die Rosinen richtig betrunken und mit dem Schnaps weich gemacht.

Am nächsten Tag wird der Teig vorbereitet. Die Milch mit der zerbröckelten Hefe gut verrühren, dass keine Krümel mehr da sind. Dann 100 g Mehl dazurühren, dass ist der Vorteig.Auf diesen Vorteig wird das restliche Mehl vorsichtig geschüttet, so kriegt der Vorteig keine Haut.Den Teig mit eine Küchentuch abdecken und bei Raumtemperatur solange gehen lassen, bis der Teig vulkanartig aufgeht.

Puderzucker, Salz und Eier dazugeben und den Teig gut miteinander vermengen und schlagen.

Den Teigballen in der Mitte teilen und die Butter unterkneten. Solange bis, wenn du ein Stück Teig in die Hand nimmst und du ihn etwas dehnst, er nicht mehr reißt. Am Schluss kommen die eingeweichten Rosinen dazu, so dass die gleichmäßig im Teig verteilt sind. Der Teig geht nun bei ca. 26° für 120 min. Den gegangen Teig nochmals falten und nochmals 90 min gehen lassen. Der Teig wird dadurch richtig locker.

Die Guglhupfform buttern und die ganzen Mandeln in der Form schön verteilen. Der Guglhupfteig kommt nun in die Guglhupfform und geht darin nochmals 2 Stunden.

Im vorgeheizten Backofen bei 200°C wird der Guglhupf bei 180 °C 45 min in der unteren Schiene des Backofens gebacken.

Nun wünsche ich Euch gutes Gelingen

Eure Herzensköchin

Badische Schwarzwälder Kirschtorte

Badische Mission 5

Seit dem 30.Geburtstag meines lieben Mannes backe ich ihm fast alljährlich eine Schwarzwälder Kirschtorte. Als gebürtige Mittelbadnerin liegt mir nicht näher als das. Zumal die Schwarzwälder Kirschtorte in der badischen Region ziemlich vermarktet wird. Ob 7-stöckig im Hotel Gasthof Hohenrode in Sasbachwalden oder als Schwarzwälder Kirschtorte aus der Dose. Lange lange habe ich an meiner eigenen Rezeptur rumgebastelt. Angefangen von einem Postkarten-Rezept und gefühlte 5 Backrezepten ist diese Karo Special -Torte entstanden. Ja und weil ich gestern 44 Jahre alt wurde…eine Schnapszahl passt doch die Schwarzwälder Kirschtorte mit ihrem Kirschwasser:-) dazu. Das Kirschwasser was ich verwendet habe, ist orginal aus Oberkirch.

Die Torte backe ich in 3 Schritten, dazu habe ich 3 Tage und so entsteht immer ein bißchen mehr die Schwarzwälder Kirschtorte.Natürlich kann die Torte auch an einem Tag hergestellt werden, für mich haben die 3 Tage etwas mit Sinnlichkeit und Vorfreude zu tun. Die Mengenangabe der Sahne war in den gefunden Rezepten von 0,5 l bis 1,4 l , meine Torte benötigte 1,1 l Sahne

Schwarzwälder Kirschtorte

Tag 1

Mürbeteig:

125 g Weizenmehl

1 Mps. Backpulver

50 g Rohrzucker

3 TL Vanillezucker

75 g Butter

1 EL Kirschwasser

1 EL Kakao

3-4 El Kirschfruchtaufstrich

Diese Zutaten zu einem Mürbeteig verkneten und in einer gefetteten 26 cm Springform auswellen. Mit der Gabel den Teig mehrmals einstechen und im vorgeheizten Backofen bei ca. 200° Grad ca. 15 -20 Minuten backen. In der Springform auskühlen lassen und vorsichtig aus der Form lösen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Schwarzwälder Kirschtorte

Für den Bisquit:

7 Eier

1 Prise Meersalz

1 Prise Zimt

220 g Rohrzucker

200 g Weizenmehl

100 g Speisestärke

8 g Backpulver, Weinstein

3-4 EL Kakao

Den Backofen auf 180° Grad vorheizen. Den Boden einer Springform 26 cm mit etwas Butter ausfetten und  anschließend mit Backpapier auslegen. Dazu nehme ich immer die Springform als Schablone und stell die auf das Backpapier und fahr mit einem sichtbaren Stift drum herum und schneide ein Kreis aus. Diesen lege ich dann auf die gefettete Springform. Der Rand der Springform nicht fetten, damit der Teig gleichmäßig hochsteigen kann.

Die Eier trennen. Das Eiweiß mit 1 Prise Salz anschlagen und dann auf höchster Stufe steif schlagen. Langsam den Zucker, Vanillezucker, Zimt einrieseln lassen, dann die Eigelb unterrühren. Also bei diesem Vorgang Rührgerät wieder runterschalten. Mehl, Stärke und Backpulver über die Schaummasse sieben und locker untermischen. Dies geht am Besten mit einem glatten Teigschaber.Den Teig in die Springform füllen und glattstreichen. in die Mitte des Backofens einschieben und bei ca. 25-30 Minuten backen

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Die Torte etwas schwitzen lassen, dann den Rand mit einem Messer rundherum lösen und die Torte auf das Kuchengitter vorsichtig stürzen.Die Torte ca. 2 Stunden auskühlen lassen, bevor sie in 3 Böden geschnitten wird.

Tag 2

Die Kirschfüllung

1 Glas Kirschen, 680 g/Abtropfgewicht 350 g

2 EL Speisestärke

2 EL Kirschwasser

1 Zimtstange

1 Nelke

1 Prise Vanille

Die Kirschen in einem Sieb abtropfen lassen, den Saft auffangen und in einen kleinen Stiltopf geben.12 Kirschen zurückbehalten ,gut abtropfen lassen und ab in Kühlschrank zum Aufbewahren als Deko. Etwas Kirschsaft mit der Speisestärke anrühren. Den restlichen Saft mit dem Kirschwasser, der Zimtstange und Nelke langsam zum Kochen bringen. Die angerührte Stärke hineinrühren bis es eindickt. Die restlichen Kirschen unterrühren und mit der Vanille abschmecken.Gut abkühlen lassen .Den gebackenen Bisquit und Mürbteig lasse ich in einer gut verpackten Kuchenbox über Nacht ruhen. Am nächsten Tag schneide ich dann den Tortenboden in 2 Böden mit einem langen Messer immer rundherum.

Zum Tränken für die Böden:

6 EL Kirschwasser

Schwarzwälder Kirschtorte

Füllung für die Tortenschichten:

3 Becher Sahne mit 2,5 Pck. Sahnestand , 3 TL Vanillezucker, steif schlagen. So jetzt geht es los mit der Belegung der Böden…

Für den Deckel der Torte nehmt den untersten Bisquit vom Durchneiden, also Boden 1 so habt ihr eine grade Oberfläche der Torte und kein Buckel.

1. Mürbeteigboden mit einem stückelfreien Kirschfruchtaufstrich bestreichen.

2. Erster Bisquit drauf setzen und Tortenring drum bastelen

3. Boden mit 2 EL Kirschwasser einpinseln

4. Die Sahne in ein Einmalpritzbeutel geben und auf den Tortenboden außen ein  fingerdicker Ring spritzen, dann im Abstand von dem Maß ein 2 Ring und noch   ein 3 Ring spritzen. Die eingedickten Kirschen ebenfalls in ein Einmalspritzbeutel geben und in die Lücken der Sahneringe ein Kirschring spritzen.Da müsst ihr aufpassen, dass euch die Kischen nicht rausschießen, also nicht mit soviel Druck arbeiten.

5. Nächster Boden vorsichtig drauf setzten und wie ab Punkt 3 weiterverfahren, Kirschwasser, Kirsch-Sahne – Procedere

6. Letzter Boden drauf drauf setzen und vorsichtig den Tortenring abnehmen

Für die Außenumrandung der Torte

2 Becher Sahne, 1,5 Pck.Sahenstand, 1 TL Vanillezucker steif schlagen, diese Masse auf dem obersten Boden und dem Rand gleichmäßig verteilen. Dies funktioniert wunderbar mit einem langen Tortenspatel ( ich hatte ein ca. 35 cm langes altes Küchenmesser meiner Schwiegermutter)

Dann die Torte für ein paar Stunden oder über Nacht in Kühlschrank gut verpackt stellen.

Tag 3

Torte aus dem Kühlschrank holen

Den Rand mit Zartbitterschokoraspeln bestreuen.

1 Becher Sahne mit 1,5 Pck. Sahnestand und 1 TL Vanillezucker steif schlagen.Die Hälfte davon in ein Spritzbeutel geben und auf die Torte 12 Tupfen spritzen.Die Kirschen auf ein Stück Küchenrolle geben und abtupfen, dies verhindert dass später auf der Torte an den Tupfen der Kirschsaft runter läuft. Auf jeden Tupfen eine Kirsche setzten.

Schwarzwälder Kirschtorte

 

Viel Spass beim Nachbacken und lasst mal von euch hören wie sie euch schmeckt.

Eure Herzensköchin